LWS Rechtsanwälte berät die eigenverwaltende Geschäftsführung der Feldmuehle GmbH im Insolvenzeröffnungsverfahren gemäß § 270 a InsO

Die Feldmuehle GmbH hat am 19.11.2018 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gemäß §§ 270, 270 a Abs. 1 InsO gestellt. Dem Antrag der Geschäftsführung entsprechend hat das Amtsgericht Pinneberg am gleichen Tag die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet
(71 IN 238/18). Als vorläufiger Sachwalter wurde Herr Dr. Dietmar Penzlin von Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin Insolvenzverwaltung Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, Hamburg, bestellt.

Das Verfahren betrifft eine Folgeinsolvenz: Die Feldmuehle GmbH ist eine Auffanggesellschaft, die erst mit Wirkung zum 01.06.2018 den Geschäftsbetrieb vom Insolvenzverwalter der Feldmuehle Uetersen GmbH im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernommen hatte. Der Insolvenzantrag war aufgrund von gestiegener Rohstoffpreise und des starken Dollarkurses erforderlich.

Die Sanierung des Unternehmens im Rahmen der Eigenverwaltung sieht alle notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und somit nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft vor. Im Mittelpunkt steht die Konzentration auf den Produktbereich Spezialpapiere. Die Produktion von graphischen Papieren wird eingestellt. In diesem Zusammenhang wird einen von  2 Papiermaschinen stillgelegt.

Das neue Geschäftsmodell macht Personalmaßnahmen erforderlich, d.h. die Belegschaft wird von derzeit 400 auf ca. 180 Mitarbeiter reduziert: Den ausscheidenden Beschäftigten wird ein Angebot unterbreitet, in eine Transfergesellschaft zu wechseln, um sich für den Arbeitsmarkt weiter zu qualifizieren.

Das Management hat das Gesamtkonzept am 07.12.2018 im Rahmen einer Belegschaftsversammlung vorgestellt bei zeitgleichem Beginn der Verhandlung des Sozialplans mit dem Betriebsrat.